30. Juni 2026 - Portrait

«Patchwork aus Genf» von Elisabeth Frison

Elisabeth Frison verbrachte ihre ersten zwanzig Lebensjahre in Basel und der näheren Umgebung. Dort absolvierte sie ihre Schulzeit und schloss die Ausbildung zur Schmuckverkäuferin ab.

Wie es damals üblich war, verbrachte sie anschliessend ein Jahr in der Romandie, um ihre Französischkenntnisse zu vertiefen. Sie entschied sich für den Kanton Genf, wo sie ihren späteren Ehemann kennenlernte.

Viel Freude bereiten ihr die Familie, ihre beiden Töchter und der Enkel im Teenageralter.

Als dann ihre Töchter selbstständiger wurden, entdeckte Elisabeth durch eine Zeitungsanzeige Patchwork-Kurse.

Dort lernte sie Monique Vogt kennen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in ihren Kursen an eine Gruppe von Teilnehmerinnen weitergab.

Gemeinsam entdeckte die Gruppe » patch’club de Cartigny» neue Techniken, erlernte handwerkliche Details und perfektionierte ihre Patchworkarbeiten. Aus dem gemeinsamen Hobby entstand eine langjährige Verbundenheit, die bis heute anhält. Regelmässig trifft sich die Gruppe in Cartigny, um ihre Leidenschaft für das Patchwork zu pflegen und den Austausch miteinander zu geniessen.

 

Seit 2005 stellt ihnen die Gemeinde Cartigny einen Raum zur Verfügung, in dem sie sich alle zwei Wochen jeweils montags treffen. Zurzeit zählt «patch’club de Cartigny» sieben Mitglieder.

Regelmässig organisiert sie zudem Patchwork-Ausstellungen. Die bisher letzte fand im Jahr 2025 statt.

Bereits zuvor präsentierten diese Patchworkerinnen ihre Arbeiten in Ausstellungen in Onex, und zwar in den Jahren 2001 und 2003.

 

 

Als Nachfolgerin von Monique Vogt leitet Elisabeth heute die Patchwork-Gruppe. Mit viel Engagement organisiert sie die Kurse und setzt sich für das Wohl und den Zusammenhalt der Gemeinschaft ein.

Der Verlust von zwei langjährigen Mitgliedern hat die Gruppe tief bewegt. Als liebevolle Erinnerung an die geschätzten Freundinnen bewahren die verbliebenen Mitglieder deren Stoffe und Materialien auf.

Dank dieses geerbten Fundus verfügt die Gruppe heute über einen reichen Stoffvorrat, der nach und nach in neue Patchworkarbeiten einfliessen wird. So bleiben die verstorbenen Freundinnen symbolisch auch in zukünftigen Kreationen ein Teil der Gemeinschaft.

Für Elisabeth sind Kreativität, Freundschaft und der Fortbestand der Gruppe von grosser Bedeutung. Diese Werte verbinden alle Mitglieder und tragen dazu bei, dass die gemeinsame Leidenschaft für das Patchwork auch in Zukunft weiterlebt.

 

Kontaktmail:   Elisabeth Frison

 

Galerie der Werke

 

Das Originalinterview und die Bilder wurden uns freundlicherweise von  Marianne Morf  zur Verfügung gestellt.

Download Originaltext  Portrait Elisabeth Frison

 

Realisation und Layout für patCHquilt/Regula Affolter